1897 liess sich der leidenschaftliche Segler Paul Signac im Fischerdorf Saint-Tropez an der Côte d'Azur nieder, nicht weit von der ebenso malerischen kleinen Hafenstadt Antibes. 1903 malte er von der turmbewehrten mittelalterlichen Stadt eine Serie unterschiedlicher Ansichten, die das ständig wechselnde Licht während eines Tagesablaufs spiegeln und die daher wie eine Huldigung an den grossen Impressionisten Claude Monet wirken. Das vorliegende Bild mit dem Titel Antibes, les tours entstand hin-gegen erst 1911, zusammen mit zwei weiteren Ansichten der Stadt, Le phare und Cap d'Antibes.
Das Bild zeigt eine Morgenstimmung bei ruhiger See. Von seinem vor Anker liegenden Boot aus richtet der Künstler seinen Blick nach Süden, an den Befestigungsmauern vorbei auf die bewaldete Landzunge La Garoupe, auf der sich ein Leuchtturm erhebt und vor der zwei Segler kreuzen. Hinter den Mauern, die in rosa und gelben Pastelltönen aufleuchten, sind dicht aneinander gedrängte niedrige Häuser und die beiden für Antibes charakteristischen Türme zu erkennen. Handelt es sich beim vorderen Turm um den Glockenturm der Eglise de I'lmmaculée-Conception, so gehört der hintere Turm zum Château Grimaldi, das heute das Musée Picasso beherbergt. Gemalt ist das Bild mosaikartig mit ziemlich breiten waagrechten oder senkrechten Pinselstrichen, welche die stark leuchtenden Farbtone vibrieren lassen.



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