Ausgehend vom französischen Surrealismus, insbesondere von André Bretons Theorie des psychischen Automatismus, widmet sich der in Wien lebende österreichische Maler Arnulf Rainer seit 1950 einer eigenwilligen schöpferischen Methode, die unter dem Begriff «Übermalungen» bekannt geworden ist. Hatte Rainer dafür anfangs vorwiegend alte Gemälde oder Graphiken benutzt, die billig zu erwerben waren, so übermalte er später, wie die Bildbeispiele aus der Sammlung Batliner zeigen, am liebsten eigene Photographien, die er zuvor auf eine Holzplatte aufgezogen hatte. Seit 1973 verlieh er seinen Übermalungen noch grössere Unmittelbarkeit, indem er die Farbe, wie dies auch Kinder gerne tun, direkt mit den Fingern über die Photographie strich.



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