Lebasque gehörte der Generation von Toulouse-Lautrec und der Künstlergruppe Les Nabis (von hebräisch nabi = Prophet) an, wurde aber lange nicht so berühmt wie diese. Im vorliegenden Landschaftsbild, das laut Auskunft der zuständigen Expertin zwischen 1907 und 1910 in Südfrankreich entstanden ist, erweist sich Lebasque jedoch als berückender Spätimpressionist.
Von einem leicht erhöhten Standpunkt aus blickt man auf einen mit Obstbäumen bestandenen Abhang, der den Blick auf die Bucht von Saint-Tropez freigibt. Dahinter, im Blau der Ferne verschwimmend, erheben sich einige Bergrücken, an deren Fuss der Ort Sainte-Maxime zu erkennen ist. Auf der Wiese im Vordergrund spielen, mit Strohhüten vor der Sonne geschützt, ein paar ganz in Weiss gekleidete Kinder, vermutlich die Töchter des Malers. Dass sich unmittelbar vor ihnen, genau im Bildzentrum, ein in voller Blüte stehendes Kirschbäumchen erhebt, festgehalten in zarten Pastellfarben, ist kein Zufall. Der Maler bringt darin seine Bewunderung für die Schöpfung und das aufblühende Leben zum Ausdruck, vergleichbar dem Gärtner, der wohlgefällig seine aufspriessenden Pflanzen betrachtet.


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