Sam Francis © Sam Francis Foundation, California/VBK, Wien 2011
Als sich der junge amerikanische Maler Sam Francis unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris niederliess, wurde er dort schnell zu einem der wichtigsten Vertreter der abstrakten Kunst. Ausgehend vom französischen Surrealismus, insbesondere von der Lehre des psychischen Automatismus, und tief beeindruckt von der ostasiatischen Tuschmalerei, entwickelte er im Laufe der fünfziger Jahre eine spezifische Methode der gestischen Abstraktion, die er nicht nur auf die Technik des Aquarells, sondern mit ebenso grosser Meisterschaft auf die viel schwerer zu kontrollierende Ölmalerei anwandte. Bei dieser sehr spontanen Gestaltungsweise, die ihre Impulse ganz aus der Bewegung der Hand bezieht, wird die Farbe so flüssig aufgetragen, dass sie auf dem Malgrund Lachen bildet und in benachbarte Farbflächen eindringen kann. Meistens tragen die Werke von Sam Francis indes keine Titel. Das gilt auch für die beiden Aquarelle in der Sammlung Batliner.



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