Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Solothurn, Schweiz
06.07.1961
Oschwand, Kanton Bern
Amiet wurde am 28. März 1868 in Solothurn geboren. 1884-1886 war er Schüler des Solothurner Malers Frank Buchser (1828-1890). Ab 1886 studierte er an der Münchner Kunstakademie. 1888 zog er nach Paris und teilte sich mit Giovanni Giacometti (1868-1933), dem Vater des berühmten Alberto Giacometti, eine Wohnung. 1888-1891 studierte er mit den Nabis Pierre Bonnard, Edouard Vuillard, Maurice Denis und Paul Sérusier an der Académie Julian. 1892 hielt er sich in Paul Gauguins Künstlerkolonie in Pont-Aven auf, was bei ihm einen tiefen Eindruck hinterliess. 1893 begann er mit den Artistes indépendants in Paris auszustellen. 1898 kehrte er in die Schweiz zurück und baute sich auf der Oschwand, einem hoch gelegenen Weiler im Kanton Bern, ein Haus. 1906 wurde er eingeladen, sich der deutschen Künstlergruppe Die Brücke anzuschliessen, und beteiligte sich an deren erster Ausstellung in Dresden. 1912 wurde er wie Hans Arp und andere Avantgardekünstler Mitglied der Gruppe Der moderne Bund, die 1912 im Kunstbaus Zürich eine viel beachtete Ausstellung durchführen konnte. Nach dem Tod von Ferdinand Hodler (1853-1918) wurde Amiet zum einflussreichsten Künstler in der Schweiz, der im Dienst von Kunst und Künstlerschaft viele wichtige Funktionen ausübte. 1919 verlieh ihm die Universität Bern die Ehrendoktorwürde; 1938 wurde er Ehrenbürger seiner Wohngemeinde Seeberg. Beim Brand des Münchner Glaspalastes 1931 gingen fünfzig überwiegend frühe Werke von ihm verloren. Amiet starb am 6. Juli 1961 hochbetagt auf der Oschwand.

