Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Bergamo
17.01.1991
Rom, Italien
Giacomo Manzù wurde am 22. Dezember 1908 in Bergamo als Sohn eines Schusters geboren. Zunächst arbeitete er bei einem Schnitzer, dann bei einem Vergolder und schliesslich bei einem Stuckateur. Nebenbei besuchte er Abendkurse für dekoratives Gestalten an der Kunstgewerbeschule Fantoni in Bergamo. 1928 fasste er den Entschluss, sich ganz der Kunst zu widmen, und etablierte sich als Bildhauer. Nach Aufenthalten in Paris und Rom wurde Manzù 1940 mit Carlo Carrà, Marino Marini und Felice Castrati zum Professor für Bildhauerei an der renommierten Accademia di Brera in Mailand ernannt, in deren Auftrag er auch Kurse an der Kunstakademie von Turin erteilte. 1945 liess er sich in Mailand nieder. 1954 gab er diese Lehrtätigkeit auf und folgte einem Ruf nach Salzburg an die Internationale Sommerakademie, wo auch Oskar Kokoschka unterrichtete. Vom Herbst bis zum Frühjahr lebte und arbeitete er seit 1958 in Rom, wo er zahlreiche Auftragsarbeiten ausführen konnte, zumal für den Vatikan. 1972 heiratete er dort seine langjährige Lebensgefährtin, die Tänzerin Inge Schabel. Am 17. Januar 1991 starb Manzù in Rom.


