Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Leeten, Norwegen
21.01.1944
Oslo, Norwegen
Munch wurde am 12. Dezember 1863 in Leeten (Norwegen) geboren. 1864 übersiedelte die Familie nach Oslo (bis 1925 Christiania). 1879 begann Munch ein Ingenieursstudium, das er bereits 1880 abbrach. Er schrieb sich an der Staatlichen Zeichenschule ein und nahm Unterricht bei dem Maler Christian Krohg. 1883 stellte er erstmals ein Gemälde in der Kunst- und Industrieausstellung Oslo aus; 1889 fand die erste Einzelausstellung in der von den Sezessionisten begründeten, mittlerweile staatlich sanktionierten HerbstausstelIung in Oslo statt. Munch erhielt begeisterte Zustimmung. Von 1889 wurde ihm ein Staatsstipendium gewährt, das Munch einen Frankreichaufenthalt ermöglichte. In Paris, wo er in Bonnats Kunstschule studierte, verkehrte er vor allem in der skandinavischen Künstler- und Intellektuellenkolonie. Munch begann mit der Arbeit am Lebensfries. Die Sommer verbrachte er in Aasgaardstrand und Christiania. 1890 zog er sich in Le Havre ein rheumatisches Fieber zu und wurde für zwei Monate hospitalisiert; danach Aufenthalt in Nizza. Munch lernte die Bilder Seurats, Toulouse-Lautrecs, van Goghs und Gauguins kennen, die ihn stark beeindruckten. 1891 wurde in Oslo die erste Fassung der Melancholie ausgestellt, die von Krohg als ”erstes symbolistisches Bild der norwegischen Malerei” gefeiert wurde. 1892 zog Munch nach Norwegen zurück; die Winter von 1893/96 verbrachte er in Berlin, wo er verschiedene Wohnungen und Ateliers mietete. Im Frühjahr 1896 reiste er wieder nach Paris; 1897 wurden zehn Werke im Salon des Indépendants ausgestellt. Im selben Jahr erwarb Munch in Aasgaardstrand ein Haus, ab nun sein regelmäßiges Sommerdomizil. Eine Ausstellung im Osloer Diorama brachte den internationalen Durchbruch. 1898 lernte Munch Tulla Larsen kennen. Herbst und Winter 1899/1900 verbrachte er wegen seiner Alkoholprobleme im Kornhaug-Sanatorium in Gudbrandsdalen, das Frühjahr in einem Sanatorium in der Schweiz; erste Trennung von Tulla Larsen. 1902 in Aasgardstrand schießt er sich während eines Streits mit Tulla - er will die Beziehung endgültig beenden - ein Fingerglied der linken Hand weg; Aase Nerregaard, die mit ihrem Mann Harald zu Munchs Sammlern zählt, wird die Freundin des Malers. 1903 fand die erste Ausstellung bei Cassirer in Berlin statt, mit dem Munch einen Vertrag über die Alleinverkaufsrechte seiner Graphik in Deutschland schloss; 1904 Mitglied der Berliner Sezession. Mit Hodler stellte er im selben Jahr in der Wiener Sezession aus. Munchs unstetes, von Depressionen und Alkoholismus gezeichnetes Leben kulminierte 1908 in einem Nervenzusammenbruch, den er bis Frühjahr 1909 in der Kopenhagener Nervenklinik von Dr. Jacobson kurierte. Danach wurde er endgültig in seiner Heimat sesshaft. Er kaufte sich mehrere Güter in Kragerö, Hvitsten und zuletzt auf Ekely in der Nähe von Oslo, wo er vereinsamt am 21. Jänner 1944 starb.


