Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Grans bei Arles, Frankreich
31.06.1959
Montpellier, Frankreich
Germaine Richier wurde am 16. September 1902 als Tochter eines Weinbauern in Grans bei Arles (Bouches-du-Rhône) geboren. Schon in jungen Jahren äusserte sie den Wunsch, Bildhauerin zu werden. Sie studierte erst an der École des Beaux-Arts in Montpellier, dann im Atelier eines ehemaligen Assistenten von Auguste Rodin (1840-1917) in Paris. Schliesslich wurde sie 1925 Privatschülerin des renommierten französischen Bildhauers Antoine Bourdelle (1861-1929). In dessen Atelier lernte sie nicht nur den jungen Alberto Giacometti kennen, sondern auch ihren späteren Mann, den Zürcher Bildhauer Otto Charles Bänninger (1897-1973). Mit Bänninger, den sie 1929 heiratete, unternahm sie 1935 eine ausgedehnte Italienreise; beeindruckt war sie vor allem von der Ruinenstadt Pompeji. Die Kriegsjahre 1939-1945 verbrachte sie zurückgezogen in Zürich, wo sie, um etwas Geld zu verdienen, jungen Schweizer Künstlern in ihrem Atelier Unterricht erteilte. Als begnadete Lehrmeisterin übte sie in der Schweiz auf eine ganze Bildhauergeneration Einfluss aus. 1943-1945 lehrte sie auch an der Gewerbeschule Winterthur. Nach dem Krieg kehrte Germaine Richier nach Paris zurück und entwickelte sich dort zu einer der bedeutendsten Bildhauerinnen der Ecole de Paris. Anfang der 5oer Jahre erkrankte sie an Krebs, was sie 1955 dazu bewog, sich in Südfrankreich niederzulassen. 1956 veranstaltete das Musée national d'art moderne in Paris die erste grosse Retrospektive für sie. Am 31. Juli 1959 starb die Künstlerin in Montpellier.


