Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Niendorf, Deutschland
08.01.1938
Hagen, Deutschland
Christian Rohlfs wurde am 22. Dezember 1849 in Niendorf in Schleswig-Holstein als Sohn eines Bauern geboren. Während eines längeren Krankenlagers 1864 begann er zu zeichnen. 1869 wurde er Schüler der Akademie in Berlin, 1870/81 - protegiert von dem Dichter Theodor Storm, der Rohlfs Talent erkannte - studierte er an der Großherzoglichen Kunstschule zu Weimar. 1874 musste sein rechtes Bein amputiert werden. 1881 erhielt er ein eigenes Atelier an der Kunstschule; 1889 fand seine erste Ausstellung statt. 1898 traf er mit Munch in Weimar zusammen. Eine Wende in seinem Leben bedeutete 1900 die Bekanntschaft mit Karl-Ernst Osthaus, dem Gründer des Folkwang-Museums, der ihn nach Hagen holte. Hier bekam Rohlfs auch mit dem Kreis der jüngeren Maler der Berliner Sezession und der Brücke in Kontakt. Durch seine Lehrtätigkeit am Folkwang-Museum lernte Rohlfs auch die Impressionisten und die Arbeiten von Daumier, Cézanne und Gauguin, vor allem aber den Neoimpressionismus und das Werk van Goghs kennen. Seit 1900 beteiligte sich Rohlfs an den Ausstellungen der Berliner Sezession. 1905/06 war er mit Nolde befreundet. Auf Einladung des Münchner Arztes und Sammlers Commerel lebte und arbeitete Rohlfs 1910 bis 1912 in München. Nach dem Ersten Weltkrieg heiratete er, bereits siebzigjährig, Helene Vogt. In den zwanziger Jahren wurde sein Schaffen durch zahlreiche Ausstellungen und akademische Ehren gewürdigt. 1937 wurde Rohlfs als ”entartet” verfemt. Er starb am 8. Jänner 1938 in Hagen.


