Im Jahr 1991 kehrte Mack nicht nur nach langer Abstinenz zur Technik der Leinwandmalerei zurück, auch auf dem Gebiet der Skulptur wendete er sich verstärkt wieder der Tradition zu. Besonders in den 1990er Jahren entsteht neben urbanen Platzgestaltungen und Großplastiken wie in der Grossen Meditation von 1995 auch ein Oeuvre von Kleinplastiken. Außer Arbeiten aus Glas, Stahl, Messing oder Bronze finden auch zahlreiche ausgesuchte Steinesorten Verwendung: so beispielsweise cremefarbiger Marmor (Hera), schwarzer (Das Schweigen, 1994) oder blauer brasilianischer Granit; auch wertvolle Ebenhölzer werden zu Plastiken veredelt. Zwar lehnt Mack figürliche Darstellungen im engeren Sinne ab, zielen seine kleineren Plastiken auf Repräsentationen von Empfindungen oder aligemeineren Vorstellungen, so kehrt er doch mit Mädchen-Torso von 1993 zu einem traditionellen Motiv zurück.
Der schönlinige, in die Höhe gestreckte, flach gespannte Oberkörper oder Torso eines jungen Mädchens, wie der einer Balletttänzerin, ist ohne Schwierigkeiten zu erkennen, bewundernswert in der schlanken Taille und dem Kragen am oberen Abschluss, den die fein herausgemeißelte Kerbe suggeriert. Damit in Einklang steht die harte Festigkeit des blau-weiß marmorierten Granits, der Stellen tief blauer Einschlüsse zeigt, aber auch bereits größere Partien weißer Kristallisation. Baldige weitere Aufhellung und körperliche Veränderungen lassen auch einige quer laufende Risse erahnen. Inhaltlich genau abgemessen ist auch die Gestalt des im Grundriss quadratischen braunen Holzsockels, der im Bereich der Standfläche regelmäßige Zacken ausbildet, die der Gesamtfigur einen abwehrenden Charakter verleihen. Mack sagt: "Die Farben sind ein Ausdruck der Seele, wogegen die Formen das Geistige ausdrücken".

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