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Höhe
32.0
Breite
9.0
Tiefe
2.5
Material
Blei
Entstanden
1952-53
Inv.Nr
S 0308

© VBK, Wien 2011

Die französische Bildhauerin Germaine Richier zählt zu den Hauptvertretern der surrealistischen Plastik der Nachkriegszeit. Ihre solide handwerkliche Ausbildung hatte sie bei Emile Bourdelle, einem Schüler Rodins, genossen, in dessen Akademie sie bis zu Bourdelles Tod 1929 arbeitete. Dies erklärt nicht nur, weshalb sich Richier, im Gegensatz zu vielen ihrer Generationsgenossen, nie ganz von der Figuration zu lösen und ins Ungegen­ständliche vorzustossen vermochte; es erklärt wohl auch ihren Hang zur Fragmentisierung. Wie das titellose Werk aus der Sammlung Batliner zeigt, pflegte die Künstlerin eine kompakte Form so lange aufzubrechen und aufzureissen, bis der Eindruck von etwas Zerfallendem oder gar Verwesendem entstand. So erinnert dieses titellose Werk an einen geschundenen Menschenkörper, zumal an den Leib Christi, wie er auf spätmittelalterlichen Dar­stellungen der Kreuzabnahme oder der Grablegung erscheint.